In den Niederlanden sind Trüffel mit Psilocybin legal. Deshalb finden dort viele Retreats statt, auch für Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier liest du, was Studien bisher zeigen, was Menschen erzählen und welche Risiken bekannt sind.
Wir haben die Studien selbst gelesen und in einfache Worte gefasst. Unter jedem Abschnitt findest du die Quelle. Diese Seite verspricht keine Wirkung und ersetzt kein Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Psilocybin ist ein Stoff, der in bestimmten Pilzen vorkommt. Manche dieser Pilze bilden unter der Erde kleine, feste Knollen. Die heißen Trüffel, haben aber nichts mit Speisetrüffeln zu tun.
Bei einem Retreat verbringst du einen oder mehrere Tage an einem ruhigen Ort. Die Gruppe ist klein, und Begleiterinnen oder Begleiter sind die ganze Zeit da. Meist gibt es ein Vorgespräch, dann die Zeremonie und danach Zeit, um nachzuspüren und zu reden.
Die Namen sind verschieden. Manche Anbieter sagen Psychedelic Retreat, andere psychedelisches Retreat, Trüffel-Retreat oder Trüffelzeremonie. Gemeint ist fast immer dieses Format.
Ja. Trüffel stehen nicht auf den Listen des niederländischen Opiumgesetzes (Opiumwet). Pilze derselben Art stehen seit dem 1. Dezember 2008 auf Liste II und sind damit verboten. Die Trüffel hat der Gesetzgeber damals ausgenommen. Deshalb dürfen Retreats mit Trüffeln in den Niederlanden stattfinden.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Psilocybin verboten. Wer Trüffel über die Grenze mitnimmt, macht sich strafbar, auch innerhalb der EU. Was zum Retreat gehört, bleibt also in den Niederlanden.
Quellen: Opiumwet (niederländisches Gesetz)

An der Johns Hopkins University in Baltimore (USA) haben Forschende 2006 eine bekannte Studie gemacht. Gesunde Erwachsene bekamen in einem ruhigen Raum, mit zwei Begleitpersonen, einmal Psilocybin und an einem anderen Tag ein anderes Mittel. Sie wussten vorher nicht, was sie bekamen. 14 Monate später sagten 58 von 100 Teilnehmenden: Die Sitzung mit Psilocybin gehört zu den fünf bedeutsamsten Erlebnissen meines Lebens.
Am Imperial College London haben Forschende 20 Menschen sechs Monate nach einer Studie ausführlich befragt. Alle hatten eine Depression, bei der andere Behandlungen nicht geholfen hatten. Die Befragten beschrieben vor allem zwei Veränderungen. Sie fühlten sich mehr verbunden: mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit der Welt. Und sie ließen Gefühle eher zu, statt sie wegzuschieben.
Wichtig dabei: Das sind Berichte von wenigen Menschen, in einer Klinik, mit Psychologinnen und Psychologen an ihrer Seite. Sie zeigen, wie sich die Erfahrung für diese Menschen angefühlt hat. Sie zeigen nicht, dass es dir genauso gehen wird.
Quellen: Griffiths u. a. 2006, Psychopharmacology · Watts u. a. 2017, Journal of Humanistic Psychology
Die größte deutsche Studie heißt EPIsoDE. Sie lief von 2021 bis 2024 in Mannheim und Berlin, mit 144 Menschen mit einer schwer behandelbaren Depression. Alle bekamen Psychotherapie vor und nach der Sitzung. Beim Hauptziel der Studie fanden die Forschenden keinen klaren Unterschied zwischen den Gruppen. Bei anderen Messungen sahen sie Hinweise auf eine deutliche Wirkung. In der Studie traten auch Nebenwirkungen auf, zum Beispiel bei einzelnen Teilnehmenden mehr Gedanken an Suizid.
Ein Jahr später waren die Beschwerden im Durchschnitt noch geringer als vor der Studie. Die Forschenden schreiben selbst, dass man das vorsichtig deuten muss: Es gab in dieser Nachbeobachtung keine Vergleichsgruppe, und es braucht weitere Studien.
Im Juli 2025 erlaubte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein Härtefallprogramm. Damit konnten zwei Kliniken in Mannheim und Berlin Psilocybin bei schwer behandelbarer Depression einsetzen, im Rahmen einer ärztlichen Behandlung. Das ist etwas anderes als ein Retreat. Studien und Härtefallprogramm laufen in Kliniken, mit Ärztinnen, Ärzten, Psychotherapie und strengen Regeln dafür, wer teilnehmen darf.
Quellen: ZI Mannheim, Pressemitteilung EPIsoDE (2026) · ZI Mannheim, Nachbeobachtung über 12 Monate (2026) · Euronews, Härtefallprogramm in Deutschland (2025)

Eine Erfahrung mit Psilocybin kann auch schwer sein. In einer Online-Umfrage beschrieben fast 2.000 Menschen ihre schwierigste Erfahrung mit Pilzen. 39 von 100 zählten sie zu den fünf schwierigsten Erlebnissen ihres Lebens. Das Risiko für gefährliches Verhalten war größer, wenn niemand da war, der Halt und Unterstützung gab.
Eine zweite große Umfrage fragte über 9.000 Menschen, die im letzten Jahr Pilze genommen hatten. 19 von ihnen, also etwa 2 von 1.000, brauchten danach Hilfe in einer Notaufnahme. Meist ging es um Angst oder Panik, und die Beschwerden waren nach kurzer Zeit vorbei. Als Gründe nannten die Befragten oft eine schlechte Verfassung, eine unruhige Umgebung oder das Mischen mit anderen Stoffen.
Für manche Menschen ist ein Retreat keine gute Idee. Forschende der Johns Hopkins University schließen in ihren Studien Menschen aus, die selbst oder in der Familie eine Psychose oder eine andere schwere psychische Erkrankung hatten. Auch manche Medikamente vertragen sich nicht damit. Sprich deshalb vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Quellen: Carbonaro u. a. 2016, Journal of Psychopharmacology · Kopra u. a. 2022, Journal of Psychopharmacology · Johnson, Richards, Griffiths 2008, Richtlinien zur Sicherheit
Die Forschenden aus Baltimore haben 2008 Richtlinien für sichere Sitzungen veröffentlicht. Sie gelten für Studien, helfen dir aber auch bei der Wahl eines Retreats. Diese Fragen kannst du jedem Anbieter stellen:
Quellen: Johnson, Richards, Griffiths 2008, Richtlinien zur Sicherheit
Die Preise liegen weit auseinander. Ein Tag ohne Übernachtung kostet weniger als ein Retreat über mehrere Tage mit Zimmer und Essen. Wichtig sind auch die Größe der Gruppe, die Zahl der Begleitenden und ob es ein Vorgespräch und eine Nachbetreuung gibt.
Frag immer, was genau im Preis enthalten ist. Seriöse Anbieter nennen ihre Preise offen, bevor du dich anmeldest.

Bis hier ging es um Forschung und Recht. Ab hier stellen wir uns vor. Die Studien oben sagen nichts über unsere Zeremonien aus.
Rosa begleitet seit 4 Jahren Trüffelzeremonien in den Niederlanden. Die Gruppenzeremonie in Amsterdam dauert einen Tag, von 11:00 bis 18:00 Uhr, mit höchstens 8 Teilnehmenden, ab 295 € pro Person. Eine private Zeremonie kostet 495 €. Meditation und Klangschalen gehören immer dazu. Rosa organisiert auch ein Trüffel-Retreat über zwei Tage mit Übernachtung in der Elsterdome in Elst (Gelderland).
Rosa spricht kein Deutsch. Sie begleitet auf Englisch oder Niederländisch. Vorher gibt es ein kostenloses Kennenlerngespräch von 30 Minuten am Telefon. Darin fragt Rosa nach deiner Gesundheit und deinen Medikamenten.
Drei Teilnehmende über ihren Tag mit Rosa (aus dem Niederländischen übersetzt):
“Ich ging mit der Absicht hinein, loszulassen, weniger aus dem Kopf heraus zu handeln und mehr ins Gefühl zu sinken.”
“Ich war vorher nervös, aber Rosas Ruhe hat mich angesteckt.”
“Die Vorbereitung war sehr sorgfältig. Das Kennenlerngespräch hat mich sofort beruhigt.”
Ja, wenn mit Trüffeln gearbeitet wird. Trüffel stehen nicht im niederländischen Opiumgesetz. Pilze derselben Art sind dort seit dem 1. Dezember 2008 verboten.
Nein. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Psilocybin verboten. Wer Trüffel über die Grenze mitnimmt, macht sich strafbar, auch innerhalb der EU.
Trüffel sind feste Knollen, die manche Pilze unter der Erde bilden. Beide enthalten Psilocybin. In den Niederlanden sind die Pilze verboten und die Trüffel erlaubt.
Psilocybin wird in Deutschland in Studien erforscht. Seit Juli 2025 gibt es außerdem ein Härtefallprogramm für Menschen mit schwer behandelbarer Depression, in zwei Kliniken in Mannheim und Berlin. Außerhalb davon ist Psilocybin in Deutschland verboten.
Studien nennen Angst und Panik als häufigste Probleme. Meist sind sie nach kurzer Zeit vorbei. Das Risiko für gefährliche Situationen ist größer, wenn niemand da ist, der Halt gibt. Deshalb ist eine Begleitung wichtig, die die ganze Zeit im Raum bleibt.
Für Menschen, die selbst oder in der Familie eine Psychose oder eine andere schwere psychische Erkrankung hatten. Auch manche Medikamente vertragen sich nicht damit. Sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Auf Englisch oder Niederländisch. Rosa spricht kein Deutsch. Im kostenlosen Kennenlerngespräch merkst du, ob du dich auf Englisch wohl genug fühlst.
Eine Zeremonie ersetzt keine medizinische oder psychologische Hilfe. So geht Rosa mit Sicherheit um (Englisch).
30 Minuten am Telefon, kostenlos. Du zahlst erst, wenn es sich richtig anfühlt.